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© 2017 Friederike Uhlig  mobile Reitlehrerin nach klassischen Grundsätzen 

Reit - ABC

dieses Glossar dient als eine Art Lexikon über wissenswerte Begriffe rund um das Thema klassische Reitlehre / Pferdeausbildung. Es hat keinen Anspruch auf absolute Richtig- und Vollständigkeit, da viele Dinge einer subjektiven Meinung unterliegen. Das Reit-ABC wird ständig aktualisiert und erweitert.
Viel Spaß beim Stöbern!
 

Ausbildungsskala der klassischen Reitlehre

Takt - Losgelassenheit - Anlehnung - Schwung - Geraderichtung - Versammlung

Die Skala der Ausbildung funktioniert ähnlich einem Uhrwerk... alle Punkte müssen, wie die Zahnräder, flüssig und ohne Widerstände ineinander greifen um reibungslos zu funktioneren.

Das Ziel ist es, die Balance und den Schwerpunkt der Einheit von Pferd und Reiter in ein stabiles Gleichgewicht zu bringen. Die Schwierigkeit darin besteht in den unterschiedlichen Balancezuständen die Reiter und Pferd ausmachen... der senkrecht gehende Zweibeiner auf einem sich horizontal bewegenden Vierbeiner. Stimmen aber die Balancezustände, ist dem Pferd durch ein ausgewogenes Verhältnis der Schub- und Tragkraft eine dynamische und rhythmische Bewegung auch mit Reiter möglich. Weiterhin soll ein kraftvoller Impuls der Hinterbeine durch den geradegerichteten Pferdekörper, über einen losgelassenen, aufgewölbten Rücken und ein durchlässiges Genick eine gleichmäßige feine Anlehnung an beiden Zügeln entstehen lassen. Ein harmonisches Zusammenspiel von Reiter und Pferd im stetigen Vorwärts ist dann die Grundlage für alle zu erarbeitenden Lektionen. Die ersten 3 Punkte der Skala sind mit ausreichend Zeit in der Grundausbildung zu erarbeiten. Sie bilden die Säulen für ein gesundes Reitpferd, dass gelernt hat sich ausbalanciert zu bewegen und den Reiter -ohne Schaden zu nehmen- auf seinem Rücken zu tragen. 

 

...nach Bent Branderup. Reitweise, die sich auf die Lehren der frühgeschichtlichen Meister beruft und nach deren überlieferten Traditionen Reiten als ausübende Kunst praktiziert. Dementsprechend ist der Ausbildungsweg der Pferde anders strukturiert und differenziert sich von jener Ausbildungsskala der Klassischen Reitlehre. Es werden zwar de gleichen Begrifflichkeiten verwendet, jedoch ist zu beachten, dass die Definition und Inhalte durchaus verschiedenartig verstanden werden. Sowohl Um-als auch Zielsetzung können mit jener der klassischen Ausbildung nicht verglichen werden. In jüngeren Jahren sind zunehmende Einflüsse aus verschiedenen Richtungen zu beobachten...

Beziehungstraining

Vertrauen ist der erste Schritt zu einer harmonischen Beziehung mit Ihrem Pferd. Leiten wir es sicher, geben wir ihm Sicherheit und achten seine Bedürfnisse werden wir einen uns zugewandten motivierten Vierbeiningen Partner haben. Es gilt dabei zu lernen zu Führen ohne zu dominieren! Als Herdentier benötigt das Pferd eine klare Struktur. Es will wissen wo es steht um sich einordnen zu können...

 
 

Grundausbildung des Reitpferdes

s. auch Remonteausbildung; Takt - Losgelassenheit - Anlehnung

Finden der Balance in sein natürliches Gleichgewicht über mehrer Stufen der Entwicklung

sinnvolle Bodenarbeit

kann eine schöne Abwechslung im wöchentlichen Trainingsplan sein. Diese Arbeit erfolgt am Kappzaum und besteht u.a. aus Arbeit an der Hand oder aus Longieren am Kappzaum

OsteoConcept Coach

Weiterbildung für Trainer an der Fachschule von Barbara Welter-Böller. "Gutes Training schützt Ihr Pferd" Training muss sinnvoll und durchdacht gestaltet sein. Trainingsprinzipien basieren auf dem  Wissen über Anatomie, Biomechanik, Trainingslehre, Psychologie und Pathologie bei Pferd und Reiter. Wie arbeitet ein Muskel, wann baut er sich auf, Wieviel Training ist gut, Wann schadet es...? Nach dem osteopathischen Konzept der Ursachen-Folge-Ketten werden Probleme bei Reiter und Pferd und deren Zusammenspiel erkannt und gelöst.

Remonteausbildung / Anreiten junger Pferde

- als Remonte  wird das junge Pferd bezeichnet, vom Beginn des ersten Tages der Ausbildung zum Reitpferd an. Im ersten Jahr ist es die Remonte, ab dem 2. Ausbildungsjahr die alte Remonte

- Anreiten beginnt stets auch mit der Ausbildung vom Boden. Grunderziehung wie Führen an der Hand, die Gewöhnung an Ausrüstung und das Longieren in allen Gangarten.

- Ziel ist Vertrauen, Gewöhnung, Losgelassenheit und erstes Finden der Balance.

- Gewöhnung an das Reitergewicht, im Halten, beim Führen, später an der Longe. Alle Ausbildungsschritte der Arbeit am Boden werden mit Reitergewicht erneut durchlaufen bis sich das junge Pferd vertrauensvoll in Takt und Losgelassenheit ausbalanciert im neuen Gleichgewicht mit Reiter in Schritt und Trab bewegt. Der Reiter verhält sich in dieser Phase passiv und sitzt im sog. Remontesitz sanft und weich, leicht entlastend um die noch nicht gekräftigte Muskulatur -v.a. des Rückens- zu schonen. Beginnt das Pferd rhythmisch und taktmässig zu laufen, den Hals in Richtung V/A fallenzulassen wird mit der Gewöhnung an die Reiterhilfen begonnen. 

- "vom Schenkel zur Hand", vertrauensvoll taktmäßige Vorwärts tretend dabei die Reiterhand suchend.

[...]

 

Studium der Pferdewissenschaften

- umfassendes Studium "rund ums Pferd"  u.a. an der Vet.Med.Wien möglich mit dem Schwerpunkt auf den wissenschaftlichen/medizinischen Fachbereichen. 

- Anatomie, Physilogie, Biomechanik,

- Trainings-und Ernährungslehre, Gesundheitsmanagement

- Zucht und Haltung, Ethologie und geschichtliche Entwicklung des Pferdes

- Reitlehre und Pferdeausbildung, Sportpädagogik,

- Agrarwirtschaft, Management/Business u.v.a.

An anderen Universitäten / Fachschulen sind die Lehr Schwerpunkte u.a. im Business oder Agrar Bereich gesetzt.

 

Trainingszustandsanalyse

Die Muskulatur des Pferdes bildet sich entsrechend seiner Bewegungsmuster und der Art wie es geritten wird aus. Die Trainingszustandsanalyse verrät uns den Ist-Zustand Ihres Pferdes. Die Beurteilung der Muskelprofilverteilung im Stand und die Bewegungsanalyse im Gang gibt Aufschluss über das bisherige Training, über das Bewegungspotential, welches bei guter Ausbildung optimal in harmonischen Bewegungen sichtbar werden kann. Diese Analyse ermöglicht, frühzeitig auf eventuelle Probleme hinzuweisen, die aus der individuellen Exterieur und Bewegungsmechanik eines jeden Pferdes entstehen können aber auch aus unpassendem Equipement oder falschem Training resultieren. Rückständiges Vorderbein, ungleiche Hufwände, ausgeprägt unterschiedliches Rittigkeitsgefühl zw. linker/rechter Hand sind u.a. Anzeichen ungleicher Belastungszustände im Pferdekörper. Das Gangbild der Hinterbeine und die Ausprägung der ->"natürlichen Schiefe" sind Anzeiger dafür in wieweit das Pferd in der Grundausbildung schonend und korrekt gearbeitet wurde oder ob es kompensatorisch auszugleichen versucht. Je nach Ursache gilt es schnellstmöglich zu handeln,  mit Fachspezialisten die Defizite auszugleichen und das Training zu überprüfen.
-> Trainingsberatung